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Busverkehr im Landkreis Ahrweiler mit neuem Fahrtenangebot: Ahrweiler Verkehrs GmbH gewinnt Ausschreibung des Linienbündels Rhein-Brohltal

Donnerstag, 21. September 2017

In Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Ahrweiler, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) wurde eine europaweite Vergabe für 21 Buslinien im Linienbündel Rhein-Brohltal durchgeführt.

Die Ahrweiler Verkehrs GmbH aus Brohl-Lützing hat hierbei das attraktivste Angebot eingereicht und den Zuschlag erhalten. Mit dem Beginn der Sommerferien am 1. Juli 2018 übernimmt sie die Verkehre für zehn Jahre.

Zum Linienbündel Rhein-Brohltal gehören die bisherigen Buslinien rund um Adenau, Ahrbrück, Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Niederzissen und Sinzig, der Busverkehr im Brohltal und im Sahrbachtal sowie zwischen Kempenich und Mayen.

Die Erschließung der Region Rhein-Brohltal erfolgt ab dem 01.07.18 mit diesem neu strukturierten Linienbündel und den dazugehörigen neuen Liniennummern:

800   Bad Breisig – Brohl – Niederzissen – Ramersbach –   

        Ahrweiler – Bad Neuenahr

801   Niederzissen – Gönnersdorf – Bad Breisig

803   Bad Breisig – Königsfeld – Bad Neuenahr

804   Niederzissen – Königsfeld – Bad Neuenahr

805   Kempenich – Oberdürenbach – Niederzissen

806   Wollscheid / Brenk – Niederzissen

807   Wehr – Wassenach – Niederzissen

809   Niederlützingen / Niederzissen – Sinzig – Remagen

810   Mayen – Niedermendig – Maria Laach – Niederzissen –

        Sinzig

811   Kempenich – Ramersbach (– Ahrweiler – Bad Neuenahr)

812   Kempenich – Cassel – Blasweiler – Ramersbach

814   Cassel – Blasweiler – Kesseling – Ahrbrück – Altenburg

815   Adenau – Hohe Acht – Hohenleimbach – Kempenich

816   Adenau – Hohe Acht – Kaltenborn – Kesseling –

        Ahrbrück

818   Brohl – Andernach

819   Niedermendig – Maria Laach – Engeln – Kempenich

820   Kempenich – Rieden – Mayen

821   Kempenich – Engeln – Rieden – Mayen

833   Bad Neuenahr – Heimersheim

867   Kirchsahr – Kreuzberg – Altenburg

868   Kirchsahr – Plittersdorf – Ahrbrück – Altenburg

Das neue Angebot sieht eine bessere Abstimmung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn an den Bahnhöfen Ahrweiler, Bad Neuenahr, Bad Breisig, Brohl, Mendig und Sinzig vor.

In vielen Ortsgemeinden bzw. Ortsteilen wird das Angebot an Wochentagen verbessert. Dies betrifft beispielsweise Burgbrohl, Brohl-Lützing, Dedenbach, Franken, Glees, Gönnersdorf, Hain, Hohenleimbach, Kaltenborn, Kirchsahr, Kesseling, Königsfeld, Lind, Niederdürenbach, Oberzissen, Ramersbach, Rieden, Schalkenbach, Siebenbach, Spessart, Volkesfeld, Waldorf, Weibern und Wehr. Hier kommen zum Teil Anruf-Linien-Fahrten (ALF) zum Einsatz. Diese Linienbusse fahren nur, wenn sie telefonisch bestellt werden. Das schont die Umwelt und trägt ökologischen Gesichtspunkten Rechnung.

Neben einem leicht merkbaren Busangebot im 1- oder 2-Stunden-Takt montags bis freitags wird das Angebot an den Wochenenden deutlich erweitert. Dies betrifft u.a. die Linien von der Kreisstadt durch das Brohltal nach Bad Breisig, Kempenich und Mayen, zwischen Sinzig dem Brohltal und Mayen sowie zwischen Kempenich, der Hohen Acht und Adenau (Linien 800, 810, 811, 815 und 820).

Zwischen Niederzissen, Maria Laach, Mendig und Mayen wird eine neue Busverbindung mit kurzen Übergangszeiten auf die Züge der Lahn-Eifel-Bahn in Mendig eingerichtet (Linie 810).

Im Sommerhalbjahr fährt der FreizeitBus 819 zwischen Kem­penich, dem Vulkan-Express-Bahnhof Engeln, Maria Laach und Mendig, so dass zwischen Maria Laach und Mendig tagsüber an allen sieben Wochentagen ein stündliches Busangebot besteht.

Innerhalb von Bad Breisig verbindet der RegioBus 800 Oberbreisig mit dem Bahnhof Bad Breisig sowie dem Brohltal.

Im Sommerhalbjahr ist der RadBus 821 zwischen Kempenich, Engeln und Mayen entlang der Nette unterwegs. Er ist mit einem Anhänger ausgestattet, der 23 Fahrräder transportieren kann.

Die Hohe Acht mit dem Kaiser-Wilhelm-Turm wird mit der Einrichtung einer neuen Bushaltestelle besser angebunden.

In Niederzissen werden zukünftig Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten zwischen den Linien 800, 805, 806, 807 und 810 eingerichtet. Hierdurch entspannt sich dem Nutzer ein großes Mobilitätsnetz mit vielen in akzeptabler Fahrtzeit erreichbaren Zielen.

Die Ausschreibung für die 21 Linien mit rund 1,8 Mio. Nutzwagenkilometern jährlich erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, welches das qualitativ beste und wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Mit diesem Verfahren wollen die im VRM organisierten Landkreise in den kommenden Jahren das Verkehrsangebot für die Fahrgäste trotz demografischem Wandel aufrecht erhalten und gleichzeitig den steigenden Ansprüchen an Umweltstandards, Modernität und Komfort genügen.

Die Vergabe des Linienbündels Rhein-Brohltal stellt einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung vom sog. ÖPNV-Konzept Nord – einem Gemeinschaftsprojekt des Landes Rheinland Pfalz, des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und der Verkehrsverbünde Rhein-Mosel und Region Trier – dar, mit dem die Angebotsoffensive des Rheinland-Pfalz-Taktes auf die regionalen und lokalen Busverkehre ausgeweitet wird.

Der Anteil der Busse mit niedrigem Einstieg (Niederflurbusse) wächst in dem Linienbündel bis zum Jahr 2021 auf 100 %. Damit wird auch älteren Fahrgästen mit Rollatoren, Personen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl ein bequemer Einstieg ermöglicht. Zusätzlich verfügen diese Busse auch über eine Klimaanlage, was den Fahrkomfort ebenfalls deutlich steigert.

Spätestens ab dem Jahr 2019 wird die Fahrzeit aller Busfahrten dieses Linienbündels außerdem minutengenau in Echtzeit in der Fahrplanauskunft des VRM bereitgestellt, so dass sich Fahrgäste beispielsweise über die VRM-App für Smartphones und Tablets oder auch im Internet unter www.vrminfo.de jederzeit über die Pünktlichkeit informieren können.

Der Ausschreibungsgewinner wurde zudem verpflichtet, das Fahrpersonal mindestens gemäß dem rheinland-pfälzischen Landestariftreuegesetz zu entlohnen.

Die konkreten Fahrpläne werden derzeit endabgestimmt und rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel im Juli 2018 bekannt gegeben.