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Busverkehr im Landkreis Altenkirchen mit neuem Fahrtenangebot: Martin Becker gewinnt Ausschreibung des Linienbündels Altenkirchen

Mittwoch, 16. August 2017

In der im Auftrag des Landkreises Altenkirchen durch den Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) durchgeführten europaweiten Vergabe für 11 Buslinien im Linienbündel Altenkirchen hat die Martin Becker GmbH & Co. KG aus Altenkirchen das attraktivste Angebot eingereicht und den Zuschlag erhalten.

Linienbündel Altenkirchen 2017

Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 übernimmt sie die Verkehre für zehn Jahre.

Zum Linienbündel Altenkirchen gehören die bisherigen Buslinien im Raum Weyerbusch, zwischen Altenkirchen, Puderbach und Hachenburg sowie diverse Schülerverkehre, die zum Fahrplanwechsel neue Fahrtrouten und Liniennummern erhalten.

Die Erschließung der Region zwischen Hennef-Uckerath, Altenkirchen und Puderbach erfolgt ab dem 10.12.17 mit diesem neu strukturierten Linienbündel und den dazugehörigen neuen Liniennummern:

121   Puderbach – Steimel – Fluterschen – Altenkirchen

122   Seelbach – Stürzelbach – Altenkirchen

123   Altenkirchen – Rodenbach – Borod – Altenkirchen

124   Altenkirchen – Borod – Rodenbach – Altenkirchen

250   Uckerath – Weyerbusch – Birnbach – Altenkirchen

251   Weyerbusch – Rimbach – Birnbach (– Altenkirchen)

252   Hemmelzen – Birnbach (– Weyerbusch)

253   Kraam – Weyerbusch

254   (Kircheib –) Hirz-Maulsbach – Mehren – Weyerbusch

255   Mudenbach – Ingelbach – Altenkirchen

408   Borod – Hattert – Hachenburg / Altenkirchen

Das neue Angebot sieht eine bessere Abstimmung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn an den Bahnhöfen Altenkirchen und Ingelbach vor.

Die Linie 250 verkehrt zukünftig am Wochenende tagsüber im 2-Stunden-Takt und erschließt die Region rund um Weyerbusch. In Altenkirchen besteht jeweils Anschluss zu den Zügen der Linie RB 90 von / nach Siegen.

In vielen Ortsgemeinden wird das Angebot an Wochentagen in der Ferienzeit verbessert. Dies betrifft beispielsweise Berod, Borod, Ersfeld, Fiersbach, Forstmehren, Gieleroth, Helmenzen, Hemmelzen, Hilkhausen, Hirz-Maulsbach, Ingelbach, Kraam, Mehren, Oberdreis, Oberwambach, Oberirsen, Rodenbach, Sörth, Steimel, Stürzelbach, Wahlrod und Werkhausen. Hier kommen zum Teil Anruf-Linien-Fahrten (ALF) zum Einsatz. Diese Linienbusse fahren nur, wenn sie telefonisch bestellt werden. Das schont die Umwelt und trägt ökologischen Gesichtspunkten Rechnung.

Auf den Linien 121 und 123 werden ebenfalls Anruf-Linien-Fahrten (ALF) eingeführt. Sie ermöglichen auch an Wochenenden Fahrtverbindungen zwischen Altenkirchen und Puderbach bzw. Wahlrod.

Die Ausschreibung für die 11 Linien mit rund 787.000 Nutzwagenkilometern jährlich erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Darüber hinaus wurde das Unternehmen beauftragt die Schülerverkehre auf den Linien 933 Rettersen – Weyerbusch – Herchen und 934 Altenkirchen – Pracht – Herchen für zwei Jahre, bis Dezember 2019, zu erbringen.

Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, welches das qualitativ beste und wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Mit diesem Verfahren wollen die im VRM organisierten Landkreise in den kommenden Jahren das Verkehrsangebot für die Fahrgäste trotz demografischem Wandel bezahlbar halten und gleichzeitig den steigenden Ansprüchen an Umweltstandards, Modernität und Komfort genügen.

Der Anteil der Busse mit niedrigem Einstieg (Niederflurbusse) wächst in dem Linienbündel bis zum Jahr 2021 auf 100 %. Damit wird auch älteren Fahrgästen mit Rollatoren, Personen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl ein bequemer Einstieg ermöglicht. Zusätzlich verfügen diese Busse auch über eine Klimaanlage, was den Fahrkomfort ebenfalls deutlich steigert.

Spätestens ab dem Jahr 2019 wird die Fahrzeit aller Busfahrten dieses Linienbündels außerdem minutengenau in Echtzeit in der Fahrplanauskunft des VRM bereitgestellt, so dass sich Fahrgäste beispielsweise über die VRM-App für Smartphones und Tablets oder auch im Internet unter www.vrminfo.de jederzeit über die Pünktlichkeit informieren können.

Der Ausschreibungsgewinner wurde zudem verpflichtet, das Fahrpersonal mindestens nach dem tarifvertraglich vereinbarten Niveau für das private Omnibusgewerbe – gemäß des rheinland-pfälzischen Landestariftreuegesetzes – zu entlohnen.

Die konkreten Fahrpläne werden derzeit erarbeitet und zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember rechtzeitig bekannt gegeben.

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