Ob per pedes oder auf auf dem Drahtesel

Die Erlebnisvielfalt der Region an Rhein und Mosel wird Sie begeistern!

Inbegriff der Rheinromantik

Prachtvoll thront Schloss Stolzenfels über dem gleichnamigen Stadtteil von Koblenz. Es gilt als Inbegriff der Rheinromantik und entstand in seiner heutigen Form Anfang des 19. Jahrhunderts auf den Ruinen einer frühmittelalterlichen Burg des Trierer Erzbischofs Arnold II. von Isenburg, die anfänglich der Erhebung des Rheinzolls diente. Nach langer Besetzungsphase durch spanische und französische Eroberer wurde die Festung im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen zerstört. Die Ruine ging in den Besitz der Stadt Koblenz über und wurde 1823 dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm als Geschenk übergeben. Alsbald entstand rund um die herrschaftlichen Überreste eine geschäftige Dauerbaustelle. Friedrich Wilhelm beauftragte den bekannten Architekten, Stadtplaner, Maler und Grafiker Karl Friedrich Schinkel mit dem Wiederaufbau, dessen Abschluss 1842 mit einem pompösen Kostümball gefeiert wurde. Heute sind Schloss mit Torgebäude, gotischem Wohnturm, Palas mit gewölbtem Rittersaal, Pergolagarten und Bergfried sowie die Schlossgärten und der dazugehörige Landschaftspark für die Öffentlichkeit zugänglich. Bei der Besichtigung der Innenräume erwarten den Besucher einmalige Einblicke in die Wohnkultur des 19. Jahrhunderts.

Anreise

Sie erreichen Koblenz Hbf stündlich aus Richtung Remagen mit dem RE 5 / der RB 26, aus Richtung Linz / Neuwied mit dem RE 8 / der RB 27 / dem SE 10, aus Richtung Diez mit dem RE 25 (alle 2 Stunden) / der RB 25, aus Richtung Kaub mit dem SE 10, aus Richtung Oberwesel mit dem RE 2 / der RB 32 sowie aus Richtung Cochem mit dem RE 1 (alle 2 Stunden) / der RB 81.

RheinBurgenWeg – Etappe von Koblenz nach Rhens
Die zweite Kalenderetappe auf dem RheinBurgenWeg führt von Koblenz, dem Eingangstor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, rheinabwärts ins schöne Rhens. Vom Koblenzer Hauptbahnhof geht es geradewegs ans linke Rheinufer und weiter zu den malerischen Kaiserin-Augusta-Anlagen. Der südliche Abschnitt der Rheinanlagen wurde im Auftrag seiner Namensgeberin Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil eines Landschaftsgartens mit Trinkhalle, Observatorium, zahlreichen Kunstdenkmälern und Plastiken sowie einladenden Sitzgelegenheiten angelegt. Niemand geringeres als die beiden bedeutendsten preußischen Gartenbaukünstler Peter-Joseph
Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau übernahmen die Planung. Ein großer Teil der imposanten Ausstattung wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den letzten Jahren neu gestaltet. Nach der Rheinpromenade geht es weiter südlich zum ersten Aufstieg zu einem Plateau im Koblenzer Stadtwald, der den Blick zurück zum Erlebnis macht: Die Rede ist vom Aussichtspunkt Rittersturz. Sein Name entstammt einer Legende, nach der hier einst ein bedeutender Ritter vom Felsen in die Tiefe stürzte. Mit eigener Standseilbahn, Hotel und Gaststätte zählte der Rittersturz Anfang des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Umgebung. Wegen Felssturzgefahr musste das Hotel 1972 abgerissen werden. An seiner Stelle finden Wanderer heute eine Gedenkstätte, die an die berühmte „Rittersturz-Konferenz“ von 1949 erinnert.

Der Weg führt weiter vorbei an vorgeschichtlichen Ringwällen hinauf auf den Dommelsberg mit tollem Ausblick auf das Mittelrheintal. Über Naturpfade gelangen Wanderer in einen immer dichter werdenden Mischwald, der den Weg zur Augustahöhe weist. Schon von Weitem sind die strahlenden Türmchen und Zinnchen von Schloss Stolzenfels zu erkennen, das zu einer lohnenden Rast mit historischer Zeitreise einlädt. Hinter dem Schloss folgt die Route kurz dem Rheinhöhenweg, bis er auf den Merkurtempel, die sehenswerten Grundmauern einer römischen Tempelanlage, trifft. Über Waldwege um das Lauxbachtal herum ist schließlich der berühmte Königsstuhl von Rhens in Sichtweite. Die stark vergrößerte, steinerne Darstellung eines Throns stammt aus dem 14. Jahrhundert und diente einst als Verhandlungsstätte der Kurfürsten zur Wahl der römisch-deutschen Könige. Nach seiner Zerstörung 1795 wurde er 1842 in seiner ursprünglichen Form wieder aufgebaut. Nach einer königlichen Rast geht es schließlich zum Fluss hinunter nach Rhens zum Endpunkt der Tour.

Informationen

Kontakt
Romantischer Rhein Tourismus GmbH
Loreley-Besucherzentrum, 56346 St. Goarshausen
Tel. 06771 959380
www.rheinburgenweg.com