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Schülerverkehr im Landkreis Ahrweiler: Null Toleranz bei krassen Fehlleistungen

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Aufgrund einer krassen Fehlleistung eines Verkehrsunternehmens wurden der Landesbetrieb Mobilität, der Verkehrsverbund Rhein-Mosel und die Kreisverwaltung Ahrweiler tätig.

Anfang Dezember kam es auf der Linie 827 zu einem Vorfall, bei dem zwei Grundschüler auf dem Weg von der Schule nach Hause nicht zu ihrer Heimat-Haltestelle in Remagen gebracht wurden, sondern mit dem Busfahrer bis Oberwinter mitfahren mussten. Nur dem beherzten Eingreifen eines älteren Schülers ist es zu verdanken, dass die beiden wieder in die Obhut ihrer Eltern übergeben werden konnten. Er fuhr mit den verunsicherten Grundschülern mit dem Zug nach Remagen zurück und brachte sie dann zu Fuß nach Hause. Gründe für die Irrfahrt waren anscheinend mangelnde Sprach- und Streckenkenntnisse des Fahrers.

In dem Fall ist jetzt auch die zuständige Kontrollbehörde, der Landesbetrieb Mobilität in Koblenz, der die Linienkonzessionen im Busverkehr vergibt, tätig geworden. Er hat das Unternehmen abgemahnt und auf die sich aus dem Personenbeförderungsgesetz ergebenden Pflichten verwiesen. Er hat ferner auf weiterreichende Konsequenzen bei weiteren Fehlleistungen hingewiesen. Diese reichen von Ordnungswidrigkeitsverfahren bis zum Widerruf von Genehmigungen.

Neben den konzessionsrechtlichen Konsequenzen verfügt die Kreisverwaltung noch über Sanktionsmöglichkeiten aus den Verkehrsverträgen. Sie hat inzwischen Pönalen, also Strafzahlungen bei Fehlleistungen im ÖPNV, von mehr als 200.000 € verhängt.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler und der VRM weisen darauf hin, dass sie weiterhin mit „Null-Toleranz“ den Fehlleistungen im ÖPNV und der Schülerbeförderung entgegensteuern werden.