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Busverkehr im Rhein-Hunsrück-Kreis: KVG Zickenheiner gewinnt Ausschreibung des Linienbündels Hunsrückhöhenstraße Nord

Dienstag, 04. September 2018

In Zusammenarbeit zwischen dem Rhein-Hunsrück-Kreis, dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) wurde eine europaweite Vergabe für 19 Buslinien im Linienbündel Hunsrückhöhenstraße Nord durchgeführt.

Die KVG Zickenheiner GmbH aus Koblenz hat hierbei das attraktivste Angebot eingereicht und den Zuschlag erhalten. Sie übernimmt die Verkehre ab 1. August 2019 für zehn Jahre.

Zum Linienbündel Hunsrückhöhenstraße Nord gehören die bisherigen Buslinien zwischen Kastellaun, Emmelshausen und Koblenz, die zum Fahrplanwechsel im Sommer 2019 neue Fahrtrouten und Liniennummern erhalten.

Die Erschließung der Region erfolgt ab dem 01.08.19 mit diesem neu strukturierten Linienbündel und den dazugehörigen neuen Liniennummern:

615 ExpressBus: Flughafen Hahn – Kastellaun –

      Emmelshausen – Koblenz

616 Utzenhain – Pfalzfeld

617 Langscheid / Bickenbach – Lingerhahn – Pfalzfeld –

      Emmelshausen

618 Emmelshausen – Schnellbach – Mühlpfad –

      Emmelshausen

619 Leiningen – Emmelshausen

620 RegioBus: Simmern – Kastellaun – Emmelshausen –

      Waldesch – Koblenz

621 Waldesch – Koblenz

622 Pfaffenheck – Nörtershausen – Buchholz

      (– Emmelshausen)

623 Emmelshausen Bahnhof – Basselscheid – Bahnhof

624 Fleckertshöhe – Ehr – Halsenbach – Emmelshausen

625 Kastellaun – Pfalzfeld – Emmelshausen

626 Holzfeld – Karbach – Emmelshausen

627 Hungenroth – Karbach – Halsenbach

628 Hatzenport – Brodenbach – Morshausen – Emmelshausen

629 RadBus: Kastellaun – Pfalzfeld – Emmelshausen –

     Brodenbach – Hatzenport

638 Eveshausen – Bickenbach – Pfalzfeld / Emmelshausen

675 Herschwiesen – Oppenhausen – Buchholz –

      Emmelshausen

677 Emmelshausen – Buchholz – Boppard

N20 NachtBus: Emmelshausen – Waldesch – Koblenz

Das neue Angebot sieht eine bessere Abstimmung der Ankunfts- und Abfahrtszeiten von Bus und Bahn an den Bahnhöfen Emmelshausen, Buchholz und Koblenz Hbf. vor.

Neben einem eingängigen Busangebot im 1- oder 2-Stunden-Takt montags bis freitags wird das Angebot an den Wochenenden auf den Linien Simmern – Kastellaun – Emmelshausen – Koblenz und Flughafen Hahn – Kastellaun – Emmelshausen – Koblenz deutlich erweitert.

In vielen Ortsgemeinden wird das Angebot an Wochentagen in der Ferienzeit verbessert. Dies betrifft beispielsweise Bickenbach, Beulich, Braunshorn, Dörth, Dudenroth, Ebschied, Gammelshausen, Gondershausen, Herschwiesen, Hausbay, Hollnich, Hübingen, Hungenroth, Karbach, Leiningen, Lingerhahn, Mermuth, Morshausen, Mühlpfad, Nörtershausen, Norath, Oppenhausen, Pfalzfeld, Schnellbach, Thörlingen und Windhausen. Hier kommen zum Teil Anruf-Linien-Fahrten (ALF) zum Einsatz. Diese Linienbusse fahren nur, wenn sie telefonisch bestellt werden. Die Vermeidung von Leerfahrten trägt sowohl ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten Rechnung.

Innerhalb von Emmelshausen wird montags bis freitags die neue innerörtliche Linie 623 eingeführt, die u.a. Basselscheid und die Henchenstraße mit einem Minibus erschließt.

Im Sommerhalbjahr ergänzt der RadBus 629 Kastellaun – Pfalzfeld – Emmelshausen – Brodenbach – Hatzenport das reguläre Busangebot zwischen Untermosel und Hunsrück. Er ist mit einem Anhänger ausgestattet, der 23 Fahrräder transportieren kann.

In den Nächten vor Samstagen, Sonn- und Feiertagen startet der NachtBus N20 ab Koblenz nach Emmelshausen um 1.30 Uhr und 3.30 Uhr sowie um 0.30 Uhr und 2.30 Uhr von Emmelshausen nach Koblenz.

Am Bahnhof Emmelshausen werden zukünftig Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten zwischen den Linien 615, 620, 622, 623, 625, 626, 628 und 629 sowie den Zügen der Hunsrückbahn Boppard - Emmelshausen eingerichtet. Hierdurch bietet sich dem Nutzer ein großes Mobilitätsnetz mit vielen in akzeptabler Fahrtzeit erreichbaren Zielen.

Die Ausschreibung der 19 Linien mit rund 2,1 Mio. Nutzwagenkilometern jährlich erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, welches das qualitativ beste und wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Mit diesem Verfahren wollen die im VRM organisierten Landkreise in den kommenden Jahren das Verkehrsangebot für die Fahrgäste trotz demografischem Wandel aufrecht erhalten und gleichzeitig den steigenden Ansprüchen an Umweltstandards, Modernität und Komfort genügen.

Der Anteil der Busse mit niedrigem Einstieg (Niederflurbusse) wächst in dem Linienbündel bis zum Jahr 2021 auf 100 %. Damit wird auch älteren Fahrgästen mit Rollatoren, Personen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl ein bequemer Einstieg ermöglicht. Zusätzlich verfügen diese Busse auch über eine Klimaanlage, was den Fahrkomfort ebenfalls deutlich steigert.

Die Vergabe des Linienbündels Hunsrückhöhenstraße Nord stellt einen weiteren Schritt bei der Umsetzung vom sog. ÖPNV-Konzept Nord – einem Gemeinschaftsprojekt des Landes Rheinland Pfalz, des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord und der Verkehrsverbünde Rhein-Mosel und Region Trier – dar, mit dem die Angebotsoffensive des Rheinland-Pfalz-Taktes auf die regionalen und lokalen Busverkehre ausgeweitet wird.

Spätestens ab dem Jahr 2020 wird die Fahrzeit aller Busfahrten dieses Linienbündels außerdem minutengenau in Echtzeit in der Fahrplanauskunft des VRM bereitgestellt, so dass sich Fahrgäste beispielsweise über die VRM-App für Smartphones und Tablets oder auch im Internet unter www.vrminfo.de jederzeit über die Pünktlichkeit informieren können.

Der Ausschreibungsgewinner wurde zudem verpflichtet, das Fahrpersonal mindestens gemäß dem rheinland-pfälzischen Landestariftreuegesetz zu entlohnen.

Die konkreten Fahrpläne werden derzeit endabgestimmt und rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel im August 2019 bekannt gegeben.